04.03.2003 – Magen-Darmgrippe!


 

Mitten im Winter?

Ja, das kommt schon vor. Üblicherweise erwarten wir eine Magen-Darmgrippe im Sommer oder in den Ferien. Weil es aber in den letzten Wochen gehäufte Fälle gab, möchte ich ein paar Hinweise für jene geben, die es noch nicht erwischt hat. Die Fasnachtszeit mit ihren Maskenbällen ist ja die beste Gelegenheit, sich anzustecken.

 

Wieso bekommt man die Magen-Darmgrippe?

Meist handelt es sich um eine bakterielle oder auch virale Infektion und wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Die momentan grassierende Grippe ist ziemlich ansteckend, aber doch nur von kurzer Dauer, d.h. 1-2 Tage. Die Mikroorganismen besiedeln den Verdauungstrakt und verdrängen die natürlichen Darmbakterien. Durch ihren Stoffwechsel kommt es zu Blähungen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall mit Schwäche.

 

Was kann man dagegen tun?

Die meisten Patienten werden mit dem Hauptmittel für diese Fälle, nämlich mit ARSENICUM ALBUM, auskommen. Das homöopathische Mittel hilft rasch, wenn gleichzeitig Erbrechen und Durchfall vorkommt, begleitet von einer tödlichen Übelkeit, Angst und Ruhelosigkeit, Frieren, Durst mit häufigem Verlangen nach kleinen Schlucken (das Wasser wird aber bald wieder erbrochen)und nachfolgender Schwäche. Das Mittel wir öfters dosiert, bis zum Abklingen der Symptome.

 

Ein anderes Mittel kommt in Frage, wenn das Problem ein unsicherer Schliessmuskel am After ist. Unfreiwilliger Stuhlgang, besonders bei Abgang von Flatus nennt sich das. Auf gut deutsch: wir meinen, es kommt nur Luft, erleben aber dann den wässrigen Stuhlgang in den Hosen. Hier heisst das Mittel ALOE. Der Durchfall ist nicht begleitet von Übelkeit.

 

Will der Durchfall einfach nicht aufhören, der Darm entleert sich explosionsartig und beschmutzt das ganze Toilettenbecken oder noch mehr, der Stuhl stinkt schrecklich und ist begleitet von Bauchschmerzen und Krämpfen, wo man sich zusammenkrümmen muss, dann kommt das homöopathische Mittel PODOPHYLLUM in Frage.

 

Muss man nicht zum Arzt?

Durchfall kann einen hohen Wasserverlust zur Folge haben. Wenn sich nach spätestens drei Tagen noch keine Besserung eingestellt hat, sollte man unverzüglich den Arzt aufsuchen.


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