05.11.2002 – Preiselbeersaft bei Blasenproblemen


 

Was bewirkt die Einnahme von Preiselbeersaft?

Preiselbeere wehrt Bakterien ab. Ihr Saft ist eine hervorragende Arznei gegen Infekte der Harnwege und wird in jüngster Zeit immer öfter auch von den FrauenärztInnen empfohlen. Wichtige Inhaltstoffe sind unter anderem die Glykoside, z.B. das Arbutin mit seiner wassertreibenden Wirkung und die gerbstoffähnlichen Verbindungen, die sog. verdichteten Tannine, die desinfizierende Eigenschaften besitzen.

 

Gegen welche Blasenbeschwerden helfen die Preiselbeeren?

Die Arzneistoffe der Preiselbeeren bilden auf der Schleimhaut der Harnwege und ihrer Organe eine glatte Schutzschicht, auf der Bakterien abgleiten. Dieser Antihaft-Effekt führt dazu, dass die Bakterien mit dem Harn aus dem Körper gespült werden, bevor sie eine Infektion verursachen. In diesem Sinne eignet sich die Preiselbeere sowohl zur Primärbehandlung einer Harnwegsentzündung als auch zur Langzeitvorbeugung. Die Wirkung wurde übrigens in mehreren Studien klinisch getestet.

 

Wie viel Preiselbeersaft soll ich trinken?

Der im Reformhaus oder Drogerien erhältliche Preiselbeersaft wirkt am besten als mehrwöchige Kur. Zur Langzeitprophylaxe wird tägl. 1 dl Preiselbeersaft vor dem Schlafengehen empfohlen. Bei akuter Entzündung der Harnwege 3 x tägl. 1 dl Preiselbeersaft nach dem Essen einnehmen, bis sich nach ein paar Wochen die Schleimhäute ganz erholt haben.

 

Was hilft auch noch bei Blasenproblemen?

Es gibt natürlich auch homöopathische Mittel, die sich sehr gut eignen bei Blasenproblemen. In der klassischen Homöopathie unterscheidet man aber sehr genau die individuellen Symptome des Einzelnen. Also nicht jeder Erkrankte braucht dasselbe Arzneimittel. Falls z.B. die Ursache eine starke Kälteempfindlichkeit ist, man sofort kalte Füsse hat oder auf einer kalten Mauer gesessen ist und nun einen Blasenkatarrh mit ständigem Harndrang verspürt, der aber nicht schmerzhaft ist, so kann man das hom. Mittel DULCAMARA anwenden. Hier schmerzt die Blase nicht, der Harndrang steht im Vordergrund. Wenn man nun aber Stiche verspürt, wie wenn eine Biene gestochen hätte, vor allem auch nach dem Urinieren, dann kommt das hom. Mittel APIS (die Honigbiene) zum Einsatz. Häufiger tritt aber ein Brennen beim Wasserlassen auf. Aus der Homöopathie wissen wir, dass wir nun bei allem, was mit Blase und Brennen zu tun hat, an CANTHARIS denken müssen.


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