10.12.2002 – Geranien bei Ohrenweh


 

Welches Ohrenweh kann ich mit Geranien lindern?

Geranien sind bestens bekannt als Balkonpflanzen, aber nicht als Hausmittel. Man kann es aber durchaus einmal ausprobieren, entweder bei leichten Ohrenschmerzen oder als Notfallmittel bei mitternächtlichen Geschehen. Oft ist es ja so, dass man mitten in der Nacht durch das schmerzhafte Schreien eines seiner Kinder geweckt wird. Es klagt über Ohrenschmerzen, aber oh Schreck, die Hausapotheke ist leer. Was nun? Hier könnten die Geranien, die jetzt im Keller überwintern, die rettende Idee sein.

 

Wie muss ich die Geranien zubereiten für eine entsprechende Behandlung?

Man nimmt ganz einfach ein Geranienblatt und zerreibt es ein wenig in der Handfläche. Erwachsene oder grössere Kinder halten es dann hinter das Ohr, bis der Schmerz nachlässt. Bei kleineren Kindern muss man einen Verband anlegen.

 

Welche Geranien muss ich nehmen?

Die Sorte spielt keine Rolle, einfach die nehmen, die zur Verfügung stehen. Das Gleiche kann man übrigens auch mit Zwiebel- oder Heublumenwickel machen. Bei Kleinkindern kann man auch folgendes probieren: Storchenschnabeltee (ist auch ein Geraniengewächs) in Essig kochen, in ein Tüchlein wickeln, auf die Fusssohlen binden und Söckchen darüber ziehen.

 

Was mache ich, wenn das Ohrenweh trotzdem nicht weg geht?

Die bisher erwähnten Massnahmen sind Ideen, wenn nichts anderes im Hause ist. Besser ist es natürlich, wenn man ein paar homöopathische Mittel auf Vorrat hält, vielleicht sogar in Form einer kleinen homöopathischen Taschenapotheke, mindestens jedoch ein Hauptmittel, nämlich BELLADONNA (die Tollkirsche). BELLADONNA ist meistens das erste Mittel, das in Frage kommt, wenn die Ohrenschmerzen plötzlich auftreten - oft eben mitten in der Nacht - äusserst schmerzhaft sind, pulsierend und hitzig, die ganze Ohrengegend berührungsempfindlich ist, besonders der Tragus (das kleine Ohrläppchen vor dem Ohr). Meist genügt eine einmalige Dosierung von BELLADONNA, andernfalls wiederholt man die Dosierung noch zwei- bis dreimal, bis die Schmerzen nachlassen. Bestehen am anderen Tag immer noch Schmerzen, was man prüfen kann, indem man wieder auf den Tragus drückt, dann suchen Sie Ihren Arzt oder Homöopathen auf.


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