15.04.2003 – Was heisst Krankheit?


 

Die Lebenskraft

Mit dem Potenzierungsvorgang hat es Hahnemann geschafft, Materie in eine Energie umzuwandeln, denn in einer Potenzstufe ab C 12 ist materiell nichts mehr vorhanden, dennoch ist eine Wirkung auf den Organismus feststellbar. Er kam zu der Überzeugung, dass, wenn man mit nichtmateriellen Substanzen heilen kann und mit materiellen nicht, es im Menschen eine ähnliche Ebene geben muss, welch die Ursachen aller Krankheiten bedeutet. Es muss etwas energetisches, dynamisches sein, eine Kraft. Hahnemann bezeichnete es als „Lebenskraft“. Die Aufgabe der Lebenskraft ist, die Harmonie und Ordnung in unserem Organismus aufrecht zu erhalten.

 

Krankheit und Heilung

„Wenn der Mensch erkrankt, ist seine Lebenskraft verstimmt“. Das ist Hahnemanns Definition von Krankheit, d.h. sobald die Lebenskraft geschwächt oder ins Ungleichgewicht gebracht wird, z.B. durch Stress, Kummer, Ärger, Überbelastung etc., erkrankt der Mensch. Der Begriff der Lebenskraft steht aber nicht unbedingt im Widerspruch mit dem Denken der Schulmedizin, sondern stellt eine wesentliche Erweiterung dar. So erklärt diese Sicht der Homöopathie, warum nicht allein ein Erreger ausreicht, um zu erkranken, sondern Krankheit immer nur dann eintreten kann, wenn eine dynamische Kraft die Lebenskraft stört.

 

Wie erfolgt Heilung?

Da nun die Ursache der Krankheit immateriell ist, muss auch das Heilmittel gleich sein, d.h. es muss auf derselben energetischen Ebene wirken (die homöopathischen Mittel wirken auf dieser Ebene, da sie durch das Potenzieren energetisch gemacht wurden). Hahnemann drückt damit klar aus, dass jegliche Medikamente, die ja alle chemische Substanzen enthalten und somit materiell sind, die Lebenskraft, die energetisch ist, gar nicht erreichen können. Somit können sie auch keine Heilung herbeiführen, sondern nur Symptome unterdrücken. Mit homöopathischen Mitteln wirkt man aber nicht primär auf das erkrankte Organ ein, sondern auf die Lebenskraft, die es steuert. Nur die so angeregten oder unterstützten Heilkräfte des Organismus heilen in der Folge den Kranken und seine Organe, soweit dies möglich ist, und nichts anderes!


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