18.03.2003 – Grippe


 

Homöopathische Grippemittel

Zunächst muss man wieder erwähnen, dass man bei einer homöopathischen Behandlung die individuellen Symptome des einzelnen Patienten berücksichtigen muss. Obwohl alle mit dem selben Virus angesteckt sind, entwickelt jeder neben den hauptsächlich vorkommenden Symptomen (dem sog. „Genius epidemicus“) seine persönlichen Symptome.

 

Was sind persönliche Symptome?

Hier gibt es natürlich zahlreiche Möglichkeiten. Viele Kranke möchten während der Grippe am liebsten alleine gelassen werden, andere möchten im Gegenteil viel Zuwendung bekommen, der eine friert bei Fieber, der andere hat heiss und schwitzt, wieder andere haben grossen Durst beim Fieber, oder gar keinen Durst, oder es besteht Durst auf kalte oder eben auf heisse Getränke usw.

 

Welche Mittel kommen denn in Frage?

Die meisten Patienten werden wahrscheinlich mit dem homöopathischen Mittel GELSEMIUM auskommen. Hier kommt die Grippe langsam und schleichend. Es beginnt mit einem Frösteln und Schaudern die Wirbelsäule hinauf und hinunter. Dazu kommen Gliederschmerzen oder Kopfweh und ein Zerschlagenheitsgefühl. Beim Fieber hat man Schüttelfröste und kaum Durst. Der Kopf ist „zu“ und man verspürt ein starkes Krankheitsgefühl.

 

Beim folgenden Mittel kommt die Grippe plötzlich wie angeworfen. Das Fieber kann sehr hoch sein, Kinder fantasieren oft im Fieber, der Patient hat heiss und ist aber trocken. Hauptsächlich der Kopf ist sehr heiss und rot, man sieht oft an den Schläfen, wie das Blut pulsiert. Auch der Körper ist heiss, aber Hände und Füsse sind kalt. Trotz grosser Hitze verlangt er aber nach Wärme und will sich zudecken. Dazu kann ein Husten kommen, der bellend tönt und tief unten sitzt. Dieser Patient braucht BELLADONNA.

 

Auch diese Grippe kommt plötzlich. Trotz grosser Hitze des Körpers friert der Patient, aber sobald man ihn zudeckt, will er sich wieder abdecken. Das Fieber ist begleitet von grossem Durst auf kalte Getränke. Der Patient ist ängstlich und ruhelos, was man sonst nicht kennt bei ihm. Hier kommt ACONITUM in Frage.

 

Das nächste Mittel kommt oft bei Kindern in Frage. Hier ist nämlich der Patient trotz hohem Fieber munter und läuft umher, er friert und schwitzt abwechslungsweise und hat ebenfalls grossen Durst auf kalte Getränke. Wenn man noch rote Flecken auf seiner Haut beobachtet, dann passt garantiert FERRUM PHOSPHORICUM.


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