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19.11.2002 – Johanniskraut bei Depressionen |
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Welche seelischen Tiefs kann ich mit Johanniskraut lindern? |
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Für die Behandlung schwerer depressiver Erkrankungen stehen dem Arzt eine Reihe von chemischen Arzneistoffen zur Verfügung. Begleitet wird der Einsatz dieser Arzneistoffe jedoch von relativ starken, teilweise gravierenden Nebenwirkungen, die eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung erfordern. Für die Behandlung leichter bis mittelschwerer Beschwerden, die bereits eine deutliche Beeinträchtigung der Lebensqualität der Betroffenen bedeuten, waren die medikamentösen Therapiemöglichkeiten lange Zeit begrenzt. Noch vor wenigen Jahrzehnten in der Medizin kaum akzeptiert, fand das Johanniskraut auf der Suche nach neuen, nebenwirkungsarmen Therapeutika eine einzigartige Renaissance. Weitreichende analytische, pharmakologische und klinische Untersuchungen stellten heraus, dass Johanniskraut in der Behandlung leichter bis mittelschwerer Depressionen, bei depressiven Verstimmungen, vegetativen Störungen und nervöser Unruhe eine signifikante Heilungsrate mit geringen Nebenwirkungen besitzt. |
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Wie oft muss ich Johanniskraut einnehmen? |
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Es sind mittlerweile zahlreiche Arzneifertigpräparate erhältlich. Hier muss man sich nach der entsprechenden Gebrauchsanweisung richten. Bei der Teezubereitung beträgt die Einzeldosis 1 Teelöffel feingeschnittenes Kraut, die mittlere Tagesdosis 2-4 Gramm. |
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Wer hat diese Wirkung von Johanniskraut entdeckt? |
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Als Heilpflanze ist Johanniskraut seit dem frühen Altertum bekannt und fehlt auch in den Kräuterbüchern des Mittelalters nicht, wobei die Indikationen auch wechselten. Die Anwendung als Wundheilmittel stand aber meist im Vordergrund. Viele berühmte Heiler haben seine aussergewöhnliche Heilkraft zu allen Zeiten hervorgehoben. Genannt seien hier Hippokrates, Dioskurides, Paracelsus und in unserer Gegend Pfarrer Künzli. In den letzten 10-15 Jahren wurde das Johanniskraut von der Schulmedizin neu entdeckt. In der Homöopathie wirkt HYPERICUM (so heisst das Johanniskraut) bei Melancholie, gilt aber seit über 100 Jahren als das grosse Mittel für Nervenverletzungen. Immer wenn nervenreiches Gewebe verletzt wird, z.B. gequetschte Finger, abgeschnittene Fingerspitzen, Sturz auf das Steissbein, Zahnextraktionen, Punktionswunden, Tierbisse oder bei Lähmungserscheinungen nach einem Schlag oder Sturz usw. ist HYPERICUM das Mittel der Wahl. |
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