25.02.2003 – Die homöopathische Erstverschlimmerung


 

Was bedeutet eine Erstverschlimmerung?

Von diesem typischen Phänomen in der homöopathischen Behandlung haben erstaunlicherweise schon die meisten Leute gehört. Es ist im Prinzip ein positives Zeichen und bedeutet, dass das verabreichte Arzneimittel passt. Das Mittel ist den Beschwerden sehr ähnlich und es tritt nun eine Heilreaktion ein. Homöopathische Erstverschlimmerung bedeutet eine anfängliche Verstärkung eines oder mehrerer Symptome des Patienten unter Besserung seines Allgemeinzustandes. Der Patient wird sich besser fühlen, obwohl sich einige lokale Symptome deutlich verschlimmert haben („Mein Schnupfen ist jetzt schlimmer, ich fühle mich aber besser!“)

 

Wie lange dauert eine Verschlimmerung?

Die Dauer ist in der Regel sehr kurz; ihr folgt dann eine zunehmende Besserung. Eine Erstverschlimmerung braucht aber nicht in jedem Fall aufzutreten. Bei akuten Erkrankungen ist das sowieso seltener der Fall. Wenn sie jedoch vorkommt, ist sie von gutem prognostischem Wert und man kann sagen, dass das verabreichte Arzneimittel passt und dass der Organismus gut reagiert hat. Der Patient ist auf dem Weg der Heilung.

 

Was kann sonst noch vorkommen?

Häufig reagiert der Körper mit vermehrter Ausscheidung wie Schleimabsonderung, Durchfall, Erbrechen, Nasenbluten, Schwitzen, stark riechendem Urin, oder auch mit Reizbarkeit, emotionalen Äusserungen etc. Jede Reaktion wirkt wie ein Ventil und stellt eine Art Selbstreinigung dar. Der Organismus kann sich entlasten und der Patient fühlt sich anschliessend leichter.

 

Was kann man dagegen tun?

Man braucht nichts dagegen zu unternehmen. Es ist sogar wichtig, allfällige Reaktionen nicht mit Medikamenten zu unterdrücken. Eine Erstverschlimmerung (richtiger wäre „Erstreaktion“) bedeutet eine gute Reaktion des Organismus. Der Heilungsablauf ist in Gang gesetzt und darf nicht gestört werden.


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