27.05.2003 – Bienengift bei Nesselfieber


 

Was ist Nesselfieber?

Nesselfieber heisst im Fachausdruck Urtikaria, was aus dem lateinischen kommt und soviel wie Brennessel heisst. Es sind Hauterscheinungen und sehen etwa so aus, wie wenn man sich in die Brennesseln gesetzt hätte. Es entstehen Quaddeln, also mit Wasser gefüllte, erhabene, gerötete, juckende oder brennende, glatte Ausschläge mit verschiedenster Ausdehnung, zum Teil auch mit Blasenbildung.

 

Wie entsteht Nesselfieber?

Man unterscheidet hier zwischen physikalischen Nesselausschlägen und den allergischen. Physikalische Nesselausschläge werden z.B. ausgelöst durch Kälte, durch Hitze, durch Sonnenlicht oder durch Kontakt mit Pflanzenhaaren, wie wir es von der Brennessel kennen, durch Farbstoffe oder Kosmetik. Die meisten Nesselausschläge sind aber allergische Reaktionen. Ähnlich wie beim Heuschnupfen gibt es auch hier eine erhöhte Histaminfreisetzung, die dann zu den allergischen Erscheinungen führt. Zu den Auslösern gehören verschiedene Nahrungsmittel, Genussmittel, Medikamente oder Insektenstiche. Also sollte man sich überlegen: Habe ich etwas aussergewöhnliches gegessen, bin ich z.B. im Chinarestaurant gewesen, oder habe ich ein Medikament eingenommen.

 

Warum hilft Bienengift?

- Die häufigste Art des Ausschlages tritt plötzlich auf, der
  Schmerz ist stechend und brennend, ähnlich wie ein
  Bienenstich. Ein kühler Umschlag lindert den Schmerz,
  dann kann man das homöopathische Mittel APIS
  anwenden. Apis ist die Honigbiene.
- Ist der Schmerz aber eher juckend als brennend und
  bilden sich auf dem Nesselausschlag kleine, dunkelrote,
  juckende Bläschen, dann eignet sich RHUS TOX., also der
  Giftsumach besser. Bei RHUS TOX bringt ein feucht-
  warmer Umschlag eine Besserung.
- Eine ähnlich Reaktion, aber auf Nahrungsmittel aus
  fremden Ländern kann man sehr gut mit OKOUBAKA
  behandeln. An dieses Mittel muss man aber nicht nur auf
  Reisen denken, sondern auch dann, wenn wir in unserer
  Gegend fremdländische Küche genossen haben, z.B. eben
  im chinesischen Restaurant.
- Ob daheim oder in den Meereswogen, der quallenartig
  verquollene, verbrannt und zerfetzt aussehende
  Nesselausschlag ruft richtiggehend nach dem hom. Mittel
  MEDUSA. Trotz heftigem Verbrennungsschmerz lindert eine
  feucht-warme Auflage sofort und der Rest macht das
  homöopathische Mittel. Medusa ist übrigens der
  Gallertfisch oder besser bekannt unter dem Namen Qualle.


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