29.07.03 – Schlangengift bei Insektenstichen


 

Bei Insektenstichen denkt wir immer an die äusserliche Behandlung mit Salben oder Tupfer. Dabei gibt es homöopathische Mittel zum Einnehmen, die rasch und nachhaltiger wirken.

 

Was kann man innerlich tun?

In der Homöopathie unterscheidet man zwischen den verschiedenen Insektenstichen. In unserer Gegend haben wir es vor allem mit Mücken, Bienen, Wespen und immer mehr auch mit Zecken zu tun. Wir reagieren aber unterschiedlich auf die verschiedenen Gifte der Insekten.

- Bei Bienen, Wespen und Mückenstichen hilft in der Regel
  immer das hom. Mittel APIS. Die Dosierung kann alle 10
  Minuten wiederholt werden, bis die Schmerzen, die
  Schwellung und die Entzündung zurück gehen. Wenn eine
  kühle Auflage den Schmerz zusätzlich lindert, dann ist
  APIS das richtige Mittel.
- Es gibt Menschen, die aus irgendwelchen Gründen auf
  APIS nicht reagieren. Häufig ist das bei Mückenstichen der
  Fall, dann hilft eher das hom. Mittel LEDUM. Auch dieses
  Mittel dosiert man etwa alle 10 Min. bis zum Abklingen der
  Symptome. LEDUM ist ein wertvolles Verletzungsmittel,
  verstanden als Folge von Stich, wobei auch hier eine kühle
  Auflage lindert. Auffallend ist, dass bei LEDUM die
  Einstichstelle kalt ist. LEDUM wirkt auch als Gegenmittel
  bei Spinnengiften.
- Sind die lokalen Symptome vergangen, aber es bleiben
  geistige Verwirrtheit, Schwäche oder Unruhe übrig, dann
  gibt man noch alle zwei Stunden einmal ARSENICUM
  ALBUM bis zum Abklingen auch dieser Symptome.
- Eine zunehmende Plage sind die Zeckenbisse. Wenn man
  an sich eine Zecke findet, so muss sie zuerst entfernt
  werden. Am besten mit einer geeigneten Pinzette
  vorsichtig herausziehen und die Einstichstelle desinfizieren.
  Dann kann man vorsichtshalber eine Dosis LEDUM
  einnehmen. Wenn man erst spät bemerkt, dass man eine
  Zecke hat, und die Bissstelle ist bereits geschwollen und
  dunkelrot gefärbt, dann nimmt man nach der
  Zeckenentfernung eine Dosis LACHESIS. Auch alle anderen
  Stiche, die eine dunkelrote bis blaurote Farbe annehmen,
  müssen mit LACHESIS behandelt werden, um einer
  Blutvergiftung vorzubeugen. LACHESIS ist ein
  Schlangengift.

 

Kann man Insektenstichen vorbeugen?

In der Homöopathie gilt eigentlich der Grundsatz, dass man nicht vorbeugend behandeln kann, aber wie immer gibt es auch hier keine Regel ohne Ausnahme. So eine Ausnahme ist das hom. Mittel STAPHISAGRIA. Die Erfahrung hat uns gelehrt, dass STAPHISAGRIA vorbeugend gegen Mückenstiche wirkt. Offenbar verändert STAPHISAGRIA unser Blut so, dass es für die Mücken fast ungeniessbar wird. Probieren Sie es doch einmal aus.


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