|
In der Homöopathie unterscheidet man
zwischen den verschiedenen Insektenstichen. In unserer Gegend haben wir
es vor allem mit Mücken, Bienen, Wespen und immer mehr auch mit Zecken
zu tun. Wir reagieren aber unterschiedlich auf die verschiedenen Gifte
der Insekten.
- Bei Bienen, Wespen und Mückenstichen hilft in der Regel
immer das hom. Mittel APIS. Die Dosierung kann alle 10
Minuten wiederholt werden, bis die Schmerzen, die
Schwellung und die Entzündung zurück gehen. Wenn eine
kühle Auflage den Schmerz zusätzlich lindert, dann ist
APIS das richtige Mittel.
- Es gibt Menschen, die aus irgendwelchen Gründen auf
APIS nicht reagieren. Häufig ist das bei Mückenstichen der
Fall, dann hilft eher das hom. Mittel LEDUM. Auch dieses
Mittel dosiert man etwa alle 10 Min. bis zum Abklingen der
Symptome. LEDUM ist ein wertvolles Verletzungsmittel,
verstanden als Folge von Stich, wobei auch hier eine kühle
Auflage lindert. Auffallend ist, dass bei LEDUM die
Einstichstelle kalt ist. LEDUM wirkt auch als Gegenmittel
bei Spinnengiften.
- Sind die lokalen Symptome vergangen, aber es bleiben
geistige Verwirrtheit, Schwäche oder Unruhe übrig, dann
gibt man noch alle zwei Stunden einmal ARSENICUM
ALBUM bis zum Abklingen auch dieser Symptome.
- Eine zunehmende Plage sind die Zeckenbisse. Wenn man
an sich eine Zecke findet, so muss sie zuerst entfernt
werden. Am besten mit einer geeigneten Pinzette
vorsichtig herausziehen und die Einstichstelle desinfizieren.
Dann kann man vorsichtshalber eine Dosis LEDUM
einnehmen. Wenn man erst spät bemerkt, dass man eine
Zecke hat, und die Bissstelle ist bereits geschwollen und
dunkelrot gefärbt, dann nimmt man nach der
Zeckenentfernung eine Dosis LACHESIS. Auch alle anderen
Stiche, die eine dunkelrote bis blaurote Farbe annehmen,
müssen mit LACHESIS behandelt werden, um einer
Blutvergiftung vorzubeugen. LACHESIS ist ein
Schlangengift. |
|
In der Homöopathie gilt eigentlich der
Grundsatz, dass man nicht vorbeugend behandeln kann, aber wie immer gibt
es auch hier keine Regel ohne Ausnahme. So eine Ausnahme ist das hom.
Mittel STAPHISAGRIA. Die Erfahrung hat uns gelehrt, dass STAPHISAGRIA
vorbeugend gegen Mückenstiche wirkt. Offenbar verändert STAPHISAGRIA
unser Blut so, dass es für die Mücken fast ungeniessbar wird. Probieren
Sie es doch einmal aus. |