| Verdünnen und Verschütteln | ||
|
«Was heisst Potenz?» |
||
|
|
||
|
Mit der Entdeckung des Ähnlichkeitsprinzips hatte Hahnemann sein Ziel noch nicht erreicht. Es stellte sich nämlich heraus, dass Patienten, denen ein homöopathisches Arzneimittel verschrieben wurde, aber erst einmal eine so genannte Erstverschlimmerung zu erleiden hatten. Dies war eine Verstärkung der Beschwerden, die kurz nach Einnahme des Mittels entstand und Stunden oder Tage, ja manchmal sogar Wochen andauern konnte. Sie konnte damals recht beschwerlich sein. |
||
|
Um die Erstverschlimmerung eines passenden homöopathischen Mittels zu
verringern, begann Hahnemann, seine Medikamente zu verdünnen. Und
tatsächlich wurde die Erstverschlimmerung weniger gravierend, je höher er
verdünnte. Allerdings ergab dies einen Nachteil: Mit der
Erstverschlimmerung verschwand auch die heilende Wirkung des Mittels. So
stand Hahnemann wieder am Anfang. |
||
|
Nach jedem Schritt des Verdünnens und Verschüttelns erhalten wir eine nächst höhere Potenz, eine kräftigere und länger wirksame Arznei. Das heisst also - und das ist das nächste für Laien unglaubliche Kuriosum in der Homöopathie - je mehr ein |
![]() |
|
|
homöopathisches Mittel verdünnt ist (und verschüttelt), um so stärker ist es in seiner Wirkung. Man unterscheidet nach den verschiedenen Arten von Potenzen: |
||
| D-Potenz (=Dezimal) | 1 : 10 | |
| C-Potenz (=Centesimal) | 1 : 100 | |
| Q-Potenz = Verdünnung | 1 : 50‘000 | |
|
Vielleicht sind Ihnen diese eigenartigen Bezeichnungen auf einem homöopathischen Mittel auch schon aufgefallen. Die Bezeichnung C 30 bedeutet z.B., dass dieses Mittel 30 x im Verhältnis von 1 : 100 verdünnt und verschüttelt wurde. Aus der Physik wissen wir, dass ab einer C 12 kein Molekül der Ursubstanz mehr vorhanden ist. Von dieser Potenz an aufwärts wird es also sehr unwahrscheinlich, dass der Patient überhaupt noch ein Molekül der Arznei einnimmt. Trotzdem hat man mit höheren Potenzen erstaunliche Erfolge. Wie ist das zu erklären? |
||
|
Basierend auf verschiedenen Ansätzen wie Quantenphysik, Biologie, Elektromagnetik, Informatik und seit neuestem auch der Chaos-Theorie, wurden verschiedene Erklärungsmodelle entwickelt. Dass die homöopathischen Mittel wirken, wurde also schon bewiesen, warum sie in dieser Verdünnung - und erst in der Verdünnung - wirken, dieser Beweis steht wissenschaftlich noch aus. Diese Tatsache wird oft angeführt, um die Homöopathie als unwissenschaftlich abzutun. |
||
|
|
||